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Veranstaltungshinweis von HR4 vom 14.11.2007

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Hessenschau vom 11. November 2017

 

 

HNA vom 09.11. 2017

 

 

 

 

HNA vom 16. April 2008

Lossetal • Gelstertal

30 Klöße pro Aufführung

LAUDENBACH. „Disser Napoleon, das soll bloß so'n ganz kleiner Kreepel sin", weiß Ernestine ihrer Freundin Elise im Laudenbach des 18. Jahrhunderts zu berichten. In breitestem Laudenbächer Platt hecheln die beiden im neuen Stück der Hoaderlumpen das Geschehen im Dorf durch, das bald Premiere feiert.

„Parole Keedelrain" spielt zu der Zeit, in der Jerome, Napoleons Bruder, in Kassel residiert. In der gesamten Gegend tummeln sich Franzosen. In Laudenbach wird eine Mühle, die vorher am Meißner stand, mitten im Ort wieder aufgebaut. Sehr zum Ärger des alteingesessenen Müllers. Das sorgt für reichlich Trubel.
„Parole Keedelrain" ist das fünfte Stück, dass die Hoaderlumpen seit ihrer Gründung 1998 auf die Bühne bringen. Geschrieben werden die Stücke von Elvira Lehne, Gerhard Hilwig und Sabine Nowak, immer in lautschriftlicher Mundart. Ungefähr ein halbes Jahr dauert es, bis ein neues Stück fertig ist.

Dann geht es los mit den Proben. 15 Schauspieler stehen auf der Bühne, insgesamt sind 35 Menschen aktiv bei den Aufführungen dabei. Für die szenischen Proben mit Re­quisiten bleiben den Schau­spielern nur drei Wochen, vor­her können sie die Bühne nicht im Dorfgemeinschaftshaus aufbauen. Dabei legen sie Wert darauf, dass alles origi­nalgetreu ist. So werden für jede Aufführung schon mal 30 Klöße gekocht. Die Bühnen­bilder stammen von Gerhard Hilwig, die Bühne bauen
die Schauspielern selbst. Regie führt Elke Arnold.

„Wir spielen ein Stück zwei Jahre hintereinander", sagt Sabine Nowak. Alle Schauspieler sind von Anfang an dabei, sei es bei den Hoaderlumpen oder ihrem Nachwuchs, den Hoaderlümpchen, wie Laura Mühlhausen, Jana Heinemann und Marleen Geyer.


Wenn Müller sich prügeln: Neben viel Mundart gibt es bei
den Stücken der Hoaderlumpen, hier ein Probenfoto, auch
eine Menge Aufregung und Lacher.          
foto: demmer






„Die jungen Mädchen bekommen ein Spezialtraining für den Dialekt", sagt Sabine Nowak. „Nach dem Training ging es besser", sagt die 15-jährige Laura, die im Stück sogar eine Doppelrolle übernommen hat. Die 13-jährige Jana ist bereits seit dem zweiten Stück dabei. Wie ist es für die Jugendlichen, mit lauter Erwachsenen zu spielen? „Das ist wie eine Familie, alle halten zusammen", sagt Laura. Das merkt man auch daran, dass Elvira Lehne zu jeder Probe aus Kassel und Susanne Stössel aus Niedenstein kom­men.
Mittlerweile hat sich herum gesprochen, dass die Hoaderlumpen beste Mundart-Unterhaltung bieten. Die Vorstellungen sind immer rasend schnell ausverkauft. Der Rekord liegt bei 23 Minuten, in denen alle 800 Karten verkauft waren.

Bei den Schauspielern wächst mittlerweile die Aufregung vor der Premiere. „Die Stimmung ist gut, man wir jetzt zunehmend kribbeliger", sagt Sabine Nowak. „Wenn der erste Abend rum ist, und das Publikum hat in der ersten Szene schon gelacht und ge­klatscht, dann fällt uns ein Stein vom Herzen." (ZND)
HNA vom 25.02.2006