Hutzeln un Quitschen
Neuntes Mundarttheaterstück der Hoaderlumpen – geschrieben von: Sabine Nowak,
Elvira Lehne, Gerhard Hilwig und Uwe Range aufgeführt im Bürgerhaus Laudenbach
im November 2016

Rund 900 Zuschauer sahen in sechs Vorstellungen wieder einmal eine Geschichte mit
wahrem Hintergrund. Sie spielt im Spätmittelalter in Ludenbach und auf der Burg
Spangenberg. Die Bevölkerung in den kleinen Orten ist bettelarm und wird von den
jeweiligen Herren unterdrückt. Dabei sind die Menschen gottesfürchtig, Hungersnöte und
Missernten werden als Strafen Gottes betrachtet und demütig hingenommen. Aberglaube
und die ständige Angst vor den Naturgewalten sind überall präsent. Zudem breitet sich von
Konstantinopel die Pest nach Europa aus, wie die Bader und fahrenden Leute berichten.

   

Bader Balduin (Gerd Fasshauer) und Valten, sein Lehrling (Valentin Siebold)  Barde Berchthold (Martin Füllgraf)

Die Bauern und Handwerker arbeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, um ihren
Abgabepflichten nachkommen zu können. Diese hatten die Ludenbächer bis 1348 an
Herrmann von Treffurt, dem Herrn der Burg Spangenberg zu entrichten. Sein Verwalter und
Geldeintreiber Urban von Hartmutsachsen drangsaliert die Bevölkerung, wo er nur kann.


Urban von Harmtusachsen (Andreas Heinemann), Gerber Lorenz (Stephan Siebold), seine
Frau Klara (Christina Schäfer-Münch), Mechthild die Kräuterkundige (Conny Rehbein) und
Marie, die Tochter des Gerbers (Sarah-Louise Greifenberg)

Auch in der Gerberstube ist Schmalhans Küchenmeister, es gibt entweder Hirsebrei mit
Hutzeln und Quitschen oder Hutzeln und Quitschen mit Hirsebrei.



Durch einen Tausch der Besitzungen zwischen Hermann von Treffurt und dem Kloster
Germerode im Sommer 1348 kommt es zu allerhand Unregelmäßigkeiten und
Mißverständnissen, die auch im Koster für Aufregung sorgen und beinah zu einem bösen
Ende führen. Im Kloster Germerode kommen keine Abgaben aus Laudenbach an. Die
Äbtissin macht sich mit ihren Nonnen auf den Weg nach Spangenberg und beschwert sich

bei Hermann von Treffurt



woraufhin dieser seinen besten Mann, Junker Thomas, nach Ludenbach entsendet, um die Lage vor Ort zu klären.



Junker Thomas (Thomas Hilwig) und Hermann von Treffurt (Hubert Seifarth) im Schloss

Schnell durschaut Thomas das falsche Spiel des Verwalters. Auch für ihn persönlich wird
sein Aufenthalt in Ludenbach schicksalhaft.



Korbmacher, Thomas von Beiseförth (Thomas Hilwig) mit Marie (Sarah-Louis Greifenberg)

Der Herold gibt bekannt, dass Hermann von Treffurt am Tag nach Laurentius unter der Linde
einen Gerichtstag abhalten wird.



Jannek Siebold als Herold

Wird Hermann von Treffurt ein gerechtes Urteil finden?



(hintere Reihe von links: Laura Mühlhause, Conny Rehbein, Jenny Rehbein, Jana Heinemann, Gerd
Fasshauer, Valentin Siebold, eine Wache von hinten und Andreas Heinemann im Armholz, das Hohe
Gericht von links: Mirko Kühner, Hubert Seifarth und Uwe Range)

Unsere Schauspieler:
Gerber Lorenz Stephan Siebold
Klara, seine Frau Christina Schäfer Münch
Tochter Irmel Laura Mühlhause
Tochter Marie Sarah-Louise Greifenberg
   
Mechthild Conny Rehbein
Tochter Hildegund Jenny Rehbein
Tochter Kunigund Jana Heinemann
   
Hermann von Treffurt Hubert Seifarth
Junker bzw. Korbmacher Thomas Thomas Hilwig
Urban von Hartmutsachsen Andreas Heinemann
   
Bader Balduin und Lehrling Valten Gerd Fasshauer und Valentin Siebold
Barde Bertchthold Martin Füllgraf
Herold Jannek Jannek Siebold
   
Mutter Ignatia von Germerode  Susanne Stössel
Schwestern Alina Bartnick
Lara Bartnick
Katrin Engel
Isabell Füllgraf
Laura Range
Anna Range
Leonie Schwarz
   
Gerichtsschreiber Uwe Range
Beisitzer Mirko Kühner
Wachen Steffen Bartnick
Bernd Mühlhause oder Karl-Heinz Arnold
   
Regie und Gesamtleitung Sabine Nowak

Hinter der Bühne wirkten die unsichtbaren Geister: die Bühnenbauer, Ton- und Lichttechniker,
Requisiteure, Kostüm- und Maskenbildner und Souffleusen.

Im Theater-Bistro verwöhnte unser Festausschuss die Zuschauer mit Köstlichkeiten wie Haxen,
Griebenschmalzbroten und ahler Wurscht sowie Getränken und zur Nachmittagsvorstellung mit
selbst gebackenem Kuchen.

Die Hoaderlümpchen gingen in den Pausen mit vier Sammeldosen für die Aktion Advent der HNA
herum und sammelten dabei € 1.026,00 ein. Hierfür danken wir allen unseren Zuschauern ganz
herzlich.

Schön war`s wieder einmal und hat Spaß´gemacht.

In 2016 werden die Hoaderlümpchen wieder auf der Bühne stehen und in 2017 feiern die
Hoaderlumpen dann ihr 20-jähriges Bühnenjubliäum mit dem 10. Stück.